Shanty-Chor Salzburg-Freilassing



Über uns:


Wer wir sind:

Wir sind etwa 30 Sänger - verbunden durch die Freude am maritimen Liedgut.
Wir vereinen in unserm Chor Bayern, Salzburger und "Nordlichter" in trauter Harmonie.


Unsere Lieder:

Unser Repertoire umfasst etwa 70 Lieder.
Wir singen Shanties, Seemannslieder und maritime Schlager.



Chronik des Shanty-Chores Salzburg-Freilassing:

 

Zu allen Zeiten sind Österreicher und Deutsche zur See gefahren. So leben auch heute noch einige Männer im schönen Rupertiwinkel diesseits und jenseits von Saalach und Salzach, die einst das „blaue Tuch“ getragen haben. In Österreich gibt es seit 1945 keine Marinesoldaten mehr. In Deutschland hingegen wurden nach dem Krieg wieder eine Handelsmarine und eine Hochseefischfangflotte aufgebaut. Seit Gründung der Bundeswehr (1956) gibt es auch wieder die Teilstreitkraft Marine. Die älteren Semester gehörten alle noch der ehemaligen Kriegsmarine an und sind unter ganz anderen Bedingungen zur See gefahren als die nachfolgenden Generationen.

Eines jedoch erlebten diese Männer alle gemeinsam: Die Allgewalt der Elemente, die ein Häuflein Menschen im engen Zusammenleben an Bord zu einer Schicksalsgemeinschaft auf Leben und Tod zusammenschweißt.

Diese ehemaligen „Mariner“ haben viel erlebt und viel gesehen. Es war ihnen daher ein Bedürfnis, die an Bord erfahrene Kameradschaft weiterhin zu pflegen, und dazu gehört auch das maritime Liedgut.

Bereits 1979 taten sich daher in Freilassing einige sangesfreudige Mitglieder der frisch gegründeten Marinekameradschaft Freilassing zu einer lockeren Singrunde zusammen, und bereits zwei Jahre später, im Oktober 1981, nahm der Chor in Starnberg/Obb. am Treffen der bayerischen Shanty-Chöre teil. Dies war für den Chor auch gleichzeitig das erste Fernsehdebüt. Durch den krankheitsbedingten Ausfall des damaligen Harmonikaspielers ergab sich jedoch bald eine längere Zwangspause.

1984 fanden sich dann unter neuer Leitung erneut einige „Unentwegte“ in Freilassing zu einer maritimen Singrunde zusammen. Nach kurzer Zeit schlossen sich auch etliche Kameraden aus der Marinekameradschaft Salzburg an, und so entwickelte sich langsam ein Shanty-Chor von seinerzeit 18 aktiven Sängern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, das seemännische Liedgut zu pflegen. Dazu wird einmal im Monat im Hotel „Weißbräu“ in Freilassing eine Chorprobe abgehalten.

Von den inzwischen 28 Chormitgliedern diente ein Kamerad bei der ehemaligen Kriegsmarine, drei bei der Bundesmarine, einer fuhr bei der Handelsmarine und einer fuhr auf einem Kreuzfahrtschiff. Die übrigen 22 Sänger sind zwar nicht zur See gefahren, sind jedoch gerne aus „Spaß an der Freud“ mit dabei.

Aufgrund seiner landsmannschaftlichen Zusammensetzung nannte sich der Chor kurz nach seiner Gründung „Shanty-Chor Salzburg-Freilassing“. Derzeit überwiegen jedoch bereits die Sänger auf der bayerischen Seite.

Das Repertoire des Chores umfaßt gegenwärtig etwa 70 Lieder und reicht vom „Shanty“, dem ursprünglichen Arbeitslied auf den Schiffen, über eine Vielfalt von Freizeit-, Abenteuer- und Heimwehliedern der Fahrensleute bis hin zum maritimen Film- und Plattenschlager.

Keinesfalls betrachten sich die Männer als perfekten Leistungs-Chor mit anzustrebender „Bühnenreife“, sondern eher als zwanglose Runde, die gerne auch einmal ein frohes Fest feiert und so manchen gemeinsamen Ausflug unternimmt.

Bei ihren öffentlichen Auftritten, etwa bei ihrer inzwischen bereits traditionellen Jahresveranstaltung im Freilassinger Rathaussaal, bei gelegentlichen festlichen Anlässen im hiesigen Umfeld oder auch im benachbarten Salzburg – überall ernteten die Chorsänger stets großes Lob.

 Die Einladungen zu verschiedenen Auftritten im bayerisch-österreichischen Grenzland wurden und werden immer wieder gerne wahrgenommen.

Zeitbedingt hat natürlich auch der Shanty-Chor mit dem Nachwuchs-Problem aller Traditions-Chöre zu kämpfen. Im Zeitalter elektronischer Berieselungsanlagen, die auf Knopfdruck reagieren, macht sich kaum jemand mehr die Mühe, selbst kreativ tätig zu sein, zum Beispiel einen Liedtext zu erlernen und diesen auch gesanglich wiederzugeben. Es scheint, als ob das gemeinschaftliche Singen als ein weiteres Stück deutschen Kulturgutes zum Untergang verurteilt sei. Zum Glück finden sich jedoch ab und an immer wieder einige neue Mitglieder älteren Jahrgangs, sodaß der Mitgliederstand einigermaßen gehalten werden kann.

Aber noch ist nicht aller Tage Abend, und für den Shanty-Chor Salzburg-Freilassing gilt, was er so gerne in einem seiner Lieder singt, nämlich: „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern...“.

Also – wir bleiben hart am Wind!